Bildungscontrolling

Betriebliche Weiterbildung auf dem DGFP-Kongress: Der Fokus gehört auf gesteigerte Umsetzung des Gelernten und die betreffende Nutzenmessung!

„Ungeachtet der permanenten Bekundungen über die strategische Funktion der Weiterbildung und des lebensbegleitenden Lernens ist eine nachhaltige Zunahme der Bedeutung der betrieblichen Weiterbildung nicht zu erkennen. Im internationalen Vergleich bewegt sich Deutschland damit nach wie vor im Mittelfeld.“ Das war eine Quintessenz des Vortrags von Prof. Dr. Reinhold Weiß vom Bundesinstitut für Berufsbildung auf dem 18. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Personalführung (DGFP) in Wiesbaden. Bezüglich der betrieblichen Weiterbildung fügte er hinzu, dass „die Unternehmen (versuchen), die Budgets effizienter einzusetzen. Sie fokussieren die Weiterbildung auf Seminare, die zwingend erforderlich sind; sie suchen nach Möglichkeiten, die Kosten zu reduzieren und sie beteiligen die Mitarbeiter direkt/indirekt an den Kosten.“ Genau hier liegt ein Problem der betrieblichen Weiterbildung.

Von |2017-04-07T12:10:58+00:0006.07.2010|Allgemein, Bildungscontrolling, Evaluation, Transfer|

Berufliche Weiterbildung: mehr Transfer des Gelernten, mehr Messung des Nutzens!

Wer den BiBB-Report 2009 zum Thema Bildungscontrolling liest, bekommt den Eindruck, dass das Bildungscontrolling völlig neu ausgerichtet werden muss. Während die Erfassung der Weiterbildungskosten offensichtlich weiter perfektioniert wird (sie hat von 1997 bis 2008 von 43,7% aller Betriebe um 7,6 Prozentpunkte auf 51,3% zugenommen), sind die Maßnahmen zur Sicherung des Transfers des Gelernten im selben Zeitraum um 6,4 Prozentpunkte zurückgegangen (von 16,5% auf 10,1%), und die Nutzeneinschätzung anhand objektiver Kriterien ist um sage und schreibe 13,5 Prozentpunkte gesunken (von 27,2% auf 13,7%). Verkehrte Welt?

Von |2017-04-07T12:11:55+00:0014.05.2010|Allgemein, Bildungscontrolling, Evaluation, Transfer|