„Ungeachtet der permanenten Bekundungen über die strategische Funktion der Weiterbildung und des lebensbegleitenden Lernens ist eine nachhaltige Zunahme der Bedeutung der betrieblichen Weiterbildung nicht zu erkennen. Im internationalen Vergleich bewegt sich Deutschland damit nach wie vor im Mittelfeld.“

Das war eine Quintessenz des Vortrags von Prof. Dr. Reinhold Weiß vom Bundesinstitut für Berufsbildung auf dem 18. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Personalführung (DGFP) in Wiesbaden. Bezüglich der betrieblichen Weiterbildung fügte er hinzu, dass „die Unternehmen (versuchen), die Budgets effizienter einzusetzen. Sie fokussieren die Weiterbildung auf Seminare, die zwingend erforderlich sind; sie suchen nach Möglichkeiten, die Kosten zu reduzieren und sie beteiligen die Mitarbeiter direkt/indirekt an den Kosten.“ Genau hier liegt ein Problem der betrieblichen Weiterbildung.

So wichtig ein straffes Kostenmanagement für Unternehmen ist, so falsch ist eine einseitige Fokussierung auf die Kosten der Personalentwicklung. Bei der betrieblichen Weiterbildung brauchen wir eine Fokusverschiebung auf die Kosten-Nutzen-Betrachtung; denn es geht um Weiterbildungs-
i n v e s t i t i o n e n ! Wenn wir die Kosten-Nutzen-Relation verbessern wollen, ist die Kostenreduzierung nur ein Hebel. Die Nutzensteigerung ist der andere, aufgrund seines dramatischen Verbesserungspotentials meist viel wichtigere Hebel.

Der Nutzen einer Weiterbildungsinvestition steht nicht fest, sondern wird – neben der Qualität der Weiterbildungsmaßnahme an sich – ganz entscheidend von der Umsetzung des Gelernten am Arbeitsplatz bestimmt. Internationalen Studien zufolge wird nur etwa 20% des im Training Gelernten danach am Arbeitsplatz umgesetzt. 80% der Weiterbildungsinvestitionen werden also verschwendet! Das zeigen entsprechende Evaluationen. Wir benötigen eine Fokusverschiebung in der Personalentwicklung auf wesentlich mehr Nutzen durch gesteigerte Umsetzung des im Training Gelernten. Eine Steigerung der Umsetzung des im Training Gelernten auf 40% oder 60% würde den Nutzen der betrieblichen Weiterbildung verdoppeln bzw. verdreifachen und die Rendite auf die betrieblichen Weiterbildungsinvestitionen dramatisch steigern. Mit den entsprechenden Evaluationsergebnissen in der Hand hätte die Personalentwicklung vortreffliche Argumente für die Aufrechterhaltung des Umfangs der betrieblichen Weiterbildung, ja sogar für den Ausbau der Weiterbildungsinvestitionen. Und das würde der permanent bekundeten strategischen Bedeutung der betrieblichen Weiterbildung gerecht werden und dieser endlich auch zum verdienten Wachstum verhelfen, so dass Deutschland das Mittelfeld verlässt.

Ist das alles nur Illusion?

Nein. Die Werkzeuge stehen bereit, um die Umsetzung des Gelernten an den Arbeitsplatz dramatisch zu steigern. Die maxment GmbH aus Heidelberg (www.maxment.net) bietet die webbasierte maxment® Software an, die einen 3-stufigen Best-Practice-Prozess abbildet, der die Umsetzung des in Trainings Gelernten mit Hilfe verschiedener Erfolgselemente signifikant steigert und dies zahlenmäßig per Evaluation belegt. Und dank der automatisierten maxment® Software geschieht die Steigerung der Umsetzung des Gelernten und die begleitende Evaluation äußerst kosten-, ressourcen- und zeiteffizient. Etliche Unternehmen nutzen bereits die maxment® Software. Die Dürr AG, die die maxment® Software mittlerweile mehr als zwei Jahre nutzt, hat damit für ihre vorbildliche „Transfersicherung bei internen Weiterbildungsmaßnahmen durch Einsatz einer webbasierten Softwarelösung“ den Innovationspreis Weiterbildung der Region Stuttgart gewonnen.

Dr. Rolf-Christian Wentz